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  • Seminare:Lissabon - unterschätzte Hauptstadt am Rande Europas?

Lissabon steht wie kaum eine andere europäische Stadt für einen stetigen Wandel, der sich bis in die Gegenwart zieht. Die einst durch Seefahrt und Kolonialismus reichste Stadt Europas, die durch das Erdbeben 1755 nahezu völlig zerstört wurde, durchlief im Anschluss Höhen und Tiefen. Besonders herausstechend ist die Salazar-Diktatur, die Portugal und damit auch Lissabon zunehmend isolierte.

Nicht weniger bemerkenswert die friedliche Ablösung der Diktatur durch die Nelkenrevolution. Darauf folgten in Portugal erste Schritte der Modernisierung die auch in Lissabon spürbar waren. Besondere Triebkraft erzeugten die EU-Mitgliedschaft seit 1986 als auch die Krise 2009, die Lissabon besonders hart traf. Mittlerweile sind die Wogen ein wenig geglättet.

In den letzten Jahren hat insbesondere der Tourismus in Portugal und im Besonderen in Lissabon zum wirtschaftlichen Aufschwung beigetragen. Natürlich ergeben sich daraus Schattenseiten: rekordhohe Mieten, die für die Bewohner von Lissabon kaum erschwinglich sind und die zunehmende Gentrifizierung von Stadtteilen, die sich über die ganze Stadt erstreckt.

Neben einem geschichtlich-politischen Exkurs, in dem wir die bewegte Geschichte Lissabons beleuchten, wollen wir uns auf die Spuren der widerständigen Geschichte Lissabons und Portugals begeben. Um einen praktischen Einblick in die Entwicklung der Stadtpolitik zu bekommen, werden wir Gespräche mit unterschiedlichen Initiativen und Akteur*innen führen um uns abschließend der Frage zu nähern, was wir von unserem europäischen Nachbarn lernen können.

Bitte beachten Sie:

Es steht nur noch ein Einzelzimmer zur Verfügung.

Themenschwerpunkte:

  • Kolonialgeschichte Portugals
  • Das Recht auf Stadt für alle
  • Gentrifizierung
  • Die Bedeutung des Tourismus und die Rolle der EU
  • Jugendarbeitslosigkeit und Ausbau des Niedriglohnsektors
Das Seminar hat bereits stattgefunden