Bühnenteaser

  • Seminare:Sinti und Roma ;
    Europa will seine größte Minderheit nicht willkommen heißen

Aus dem Weltkulturerbe sind Django Reinhard, Elvis Presley, Charlie Chaplin und Marianne Rosenberg nicht wegzudenken. In der Bundesrepublik und Europa aber lebt die Minderheit der Sinti und Roma unter vielen Diskriminierungen. Unter den in der Bundesrepublik schutzsuchenden Menschen befinden sich viele Sinti und Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn. In diesen Ländern ist es heute mehr denn je ein Stigma, zur Minderheit zu gehören. Ausgrenzung und Verfolgung sowie lebensbedrohliche Situationen sind alltäglich. Die Möglichkeiten aber, als Roma in der Bundesrepublik als Asylsuchender anerkannt zu werden, verbunden mit einem dauerhaften Aufenthaltsrecht, sind gering. Auch die Entscheidung europäischer Regierungen, dass viele Sinti und Roma angeblich aus "sicheren Drittstaaten" zuwandern, hat ihre Situation verschlechtert. Sie werden nicht als ethnische Minderheit angesehen, sondern ausschließlich als Bürgerinnen und Bürger des jeweiligen Herkunftslandes (EU Staaten). Rechtspopulistische Bewegungen und Regierungen, überall in Europa, mobilisieren ihre Anhänger auch mit Hass auf Sinti und Roma.

Dieses Seminar wird in Kooperation mit dem "Zentralrat Deutscher Sinti und Roma" durchgeführt. Es behandelt die Geschichte der Minderheit in Deutschland und Europa, sowie den Hass, Verfolgung und Ausgrenzung gegen sie, den "Antiziganismus", in den europäischen Gesellschaften der Gegenwart.

Das Seminar hat bereits stattgefunden