Bühnenteaser

  • Seminare:– Indirekte Steuerung – 
    „Wenn mehr Freiheit krank macht“

Neue Managementmethoden als Herausforderung an den Arbeits- und Gesundheitsschutz

Durch neue Managementmethoden, insbesondere die sog. Indirekte Steuerung, werden die unternehmerischen Herausforderungen und Ziele auf die Beschäftigten übertragen. Sowohl in den Unternehmen als auch im öffentlichen Dienst geht es heute darum, die Leistungsdynamik von Selbständigen und Freiberuflern bei unselbständig Beschäftigten hervorzurufen. Es wird nicht mehr nur die gesetzlich geschuldete Leistung, sondern der Erfolg gefordert. Den Beschäftigten werden (betriebswirtschaftliche) Ziele, die Erreichung von Kennziffern oder auch ein „Mehr“ an Arbeit, z.B. aufgrund von Leistungsverdichtung, auferlegt.

Gleichzeitig gibt es seitens der Arbeitgeber immer weniger Vorgaben, wann und wie die Ziele zu erreichen und die anfallenden Arbeiten zu erledigen sind. können die Beschäftigten ihre Arbeit weitestgehend selbständig und flexibel gestalten. 

Diese Entwicklung wird von vielen Beschäftigten zunächst positiv erlebt, da sie mehr Autonomie schafft. Allerdings kann sie auch zu einer neuen Form von Belastung führen: Arbeiten ohne Ende, Stress, psychischer Druck, psychosomatische Symptome – und es gibt Niemanden mehr, den man dafür verantwortlich machen kann, da man sich den Druck selbst auferlegt!

Und die betrieblichen Interessenvertretungen? Diese befinden sich in einer schwierigen Situation, da ihr Handeln im Interesse der Beschäftigten, insb. das Drängen auf die Einhaltung von Arbeitszeitvereinbarungen und -gesetz, von Beschäftigten nicht als Hilfe, sondern als zusätzliche Belastung wahrgenommen wird.

Themenschwerpunkte:

  • Neue Steuerungsmethoden in den Betrieben 
  • Qualität der Veränderungen
  • Die Methode der Indirekten Steuerung
  • Entstehung von Stress und psychischen Belastungen durch mehr „Freiheit“
  • Auswirkung auf die Beschäftigten
  • Herausforderung für das betriebliche Gesundheitsmanagement
  • Gefährdungsbeurteilung
  • Handlungsmöglichkeiten und Grenzen von BR/ PR/ MAV/ SBV

27.05.-28.05.2019

Nr.:
Nord 242/19

Veranstalter:
ver.di-Forum Nord

Ort:
23795 Bad Segeberg

Kosten:
395,00 € Seminargebühr zzgl. 178,00 € (Kosten für Unterkunft und Verpflegung) bzw. zzgl. 79,00 € (Tagungspauschale)

Anmeldung auf der Internet-Seite des Veranstalters