08.04.-12.04.2024 | ver.di-Bildungszentrum Gladenbach

Digital abgehängt?
Soziale Ungleichheit in der digitalen Gesellschaft

GL0324040803     Verfügbar


Es gibt kaum einen Lebensbereich, der nicht von digitalen Veränderungen betroffen ist. Das Tempo, mit dem die Digitalisierung in Beruf und Alltag wirkt, macht laut einer Studie jedem/jeder siebten der Befragten zu schaffen. Arbeitsverdichtung, permanente Erreichbarkeit, Entgrenzung der Arbeit sowie Überwachung und Kontrolle durch Arbeitgeber*innen gehören zu den Befürchtungen. Die Handlungsspielräume am eigenen Arbeitsplatz werden urch die digitalen Veränderungen nicht automatisch größer. Wer us eigener Sicht schon heute mit den technischen Entwicklungen nicht ausreichend Schritt halten kann, befürchtet den sozialen bstieg. Digitalisierung und soziale Frage lassen sich nicht voneinander trennen, denn es zeigt sich, dass besonders von Armut Betroffene und prekär Beschäftigte oft keine ausreichende digitale Ausstattung haben. Frauen sehen sich ebenfalls häufiger mit negativen Folgen des digitalen Wandels konfrontiert als Männer. Von den Vorteilen einer erhöhten Flexibilität in Bezug auf Arbeitsort und Arbeitszeit profitieren sie seltener.

In einer Sache besteht allerdings Klarheit: Die Menschen wünschen sich mehr Mitbestimmung in Fragen der Digitalisierung, eine deutliche Mehrheit fordert sogar mehr Rechte für Betriebsräte. Wir widmen uns in diesem Seminar der sozialen Ungleichheit im digitalen Wandel und gehen deren Ursachen auf den Grund. Dabei steht im Mittelpunkt, die Chancen für gewerkschaftliche Mitbestimmung und persönliches Engagement auszuloten und gemeinsam Wege zu bahnen, um die soziale Spaltung in der digitalen Gesellschaft zu überwinden.